Nachdem ein Kriegsschiff der US Navy am Montag ein Fischerboot beschoss, erhebt der Polizeichef von Dubai nun schwere Vorwürfe. Der Fall würde unter der Kategorie Mord ermittelt. Nicht nur, dass die Rechtfertigung das Fischerboot sei dem US-Kriegsschiff zu nahe gekommen von der Realität weit abweiche, auch habe das Kriegsschiff nach dem Beschuss der einen Fischer tötete und 3 weitere schwer verletzte, die Verwundeten einfach auf ihrem Boot liegen gelassen und sei anschließend in internationale Gewässer “geflohen”.
“Es gab überhaupt keine Warnung von diesem Schiff als wir um sie herumfuhren, aber sie eröffneten trotzdem das Feuer,” berichtete der 28-jährige Muthu Muniraj, der zusammen mit seinen Kollegen nun im Krankenhaus ihre Schusswunden behandeln lässt. “Wir wissen was Warnsignale sind und es gab keine. Wir warteten und als wir hinter ihnen vorbeifuhren, fingen sie an auf uns zu schiessen.”
Laut den bisherigen Ergebnissen der Untersuchung hat das Schiff der US Navy die indischen Fischer nicht gewarnt, bevor die USNS Rappahannock mit Maschinengewehrsalven auf den Fischkutter schoss. Der Polizeichef von Dubai General Dahi Khalfan wies die Behauptungen der Amerikaner zurück, sie hätten alles getan um den Vorfall zu vermeiden. “Die Mannschaft erzählte der Polizei von Dubai, sie haben sich dem Schiff nicht genähert und stattdessen versucht es zu vermeiden. Laut unseren Untersuchungen und Aussagen der Verletzten glaube ich, dass sie die Wahrheit sagen.”
Nach ersten Angaben der US-Verteidigungsministerium, ereignete sich der Vorfall bei dem das US-Versorgungsschiff “USNS Rappahannock” mit einem Maschinengewehr feuerte, vor Dschebel Ali, einer Stadt in den Vereinigten Arabischen Emiraten zwischen Abu Dhabi und Dubai. Das Motorboot habe sich dem Öl-Versorgungsschiff schnell angenähert und auf Warnungen nicht reagiert, erklärte das Pentagon.
Der indische Botschafter in Abu Dabi forderte nun die örtlichen Stellen dazu auf, eine umfassende Untersuchung des Vorfalls einzuleiten.
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